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Das Leberwurstexperiment
12.08.2019 14:46

- Vorsicht, dieser Post könnte Spuren von Werbung enthalten,
für die ich leider gar nichts bekomme! ;-) -

 

Ich lege Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung meiner Hunde und bin überzeugte Barferin. Ich habe schon diverse Rezepte für Hundekekse ausprobiert und besitze einen kleinen Dörrer, mit dem ich regelmäßig Fleischstreifen trockne, die sich ebenfalls super als Leckerchen eignen.

Um meinen kleinen Teenager zu motivieren, braucht es aber was ganz besonderes momentan. Auch Akiro solll beim wöchentlichen Hoopers-Training etwas tolles bekommen. Da es bei der momentanen Hitze irgendwie ekelhaft ist, ständig mit Hacki (rohes Rinderhack) zu arbeiten, war ich also mal auf der Suche und bin im WorldWideWeb auf ein Rezept für Hundeleberwurst gestoßen, das ich unbedingt ausprobieren musste. Ein paar Tage Bedenkzeit brauchte es schon. Seit ich für unseren A-Wurf mal rohe Leber püriert und mir seinerzeit geschworen habe, DAS oder etwas ähnliches nie wieder zu tun (*würg*), musste ich das tatsächlich erst ganz in Ruhe durchdenken.

Unsere Hunde LIEBEN Leberwurst und die Hundeleberwurst aus dem Supermarkt finde ich nicht nur unangemessen teuer, sondern bin auch etwas skeptisch, was die Inhaltsstoffe angeht. Auch die Leberwurst, die man sich hin und wieder selbst aufs Brot schmiert, ist keine ideale Lösung, wobei ich das für zwischendurch absolut vertretbar finde. Dass ich auf die Ernährung achte, ist nicht gleichbedeutend damit, dass es nicht auch mal Essensreste oder Aldi-Leckerchen gibt. Ich möchte prinzipiell und grundsätzlich gesund füttern, aber ich bin kein Freund von Dogmen und Extremen. Alles in Maßen, entspricht am ehesten meiner Überzeugung.

Aber zurück zum Thema! Ich MUSSTE es einfach ausprobieren. DIY find ich superspannend und teste einfach gerne rum, wenn dann bestenfalls auch noch die Hunde etwas davon haben, ist es perfekt. Und ich bin ABSOLUT begeistert. Die Zubereitung war gar nicht ekelhaft. Gut, es läuft einem jetzt auch nicht direkt das Wasser im Mund zusammen, aber es ist wirklich nicht so fies wie befürchtet.

Die Wurst ist günstig und einfach zu machen, es geht schnell und sie lässt sich super einfrieren, so dass ich nun über Monate mit DEM Leckerchen schlechthin ausgerüstet bin und bekomme dabei nicht mal mehr schmierige Finger.

Und weil ich ja ein netter Mensch bin (meistens jedenfalls) teile ich mein geklautes und dann angepasstes Rezept gerne mit Euch:

 

(Ich habe eine Geflügelleberwurst gemacht, das Ganze geht aber genauso gut mit Rindfleisch.)

500 g Hähnchenleber
250 g Geflügelfett
1 kg Muskelfleisch (Hühnerherzen in meinem Fall)
eine mittelgroße Zucchini

Fett mit Muskelfleisch (Herz) in einem Topf mit kochendem Wasser gebenund durchkochen lassen. Wenn das Fleisch gar ist, Zucchini und Leber zugeben und ebenfalls kurz durchkochen lassen. Abseihen und pürieren bis eine homogene Masse entstanden ist.

Je nachdem wie flüssig man die Leberwurst haben möchte, kann man mehr oder weniger Zucchini hinzufügen. Zusätzlich lässt sich die Konsistenz durch die Zugabe von etwas Kochwasser steuern.

Apropos Kochwasser: Das kann man super in Eiswürfelformen einfrieren und als Futterzugabe nutzen, da es einige wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe enthält  und - glaubt man meinen Hunden - lecker schmeckt und jedes Alltagsfutter zum absoluten Highlight werden lässt.

 

Das Rezept lässt sich ganz einfach halbieren, vierteln oder verdoppeln. Ihr solltet nur das Mischverhältnis 2 : 1 : 4 (Leber:Fett:Muskelfleisch) beachten.

 

Unsere recht große Menge Leberwurst habe ich portionsweise eingefroren und auch den Auftau-Test hat sie mit Bestnote bestanden. Ich habe mir bei Amazon auswaschbare Tuben aus leichtem Silikon (natürlich BPA-frei und lebensmittelecht) bestellt, und zwar diese hier:

http://www.amazon.de/gp/product/B01LS0GGCG/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o04_s00?ie=UTF8&psc=1

Ich bin zwar ein großer Befürworter von plastikfreien Alternativen, wo es möglich ist und finde es einfach wichtig, ein bisschen mehr auf Nachhaltigkeit zu achten. Dennoch haben mich diese kleinen Tuben überzeugt und sie scheinen auch sehr langlebig zu sein. Einwegplastik muss nun wirklich nicht sein, aber hiermit kann ich mich gut arrangieren.

 

So und nun: Viel Spaß beim Nachkochen - Eure Hunde werden Euch lieben, versprochen!

 

 

 

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