Weil ich gerne Geschichten mit euch teilen möchte und auch Meinungen, Ansichten und Tipps loswerden will - all das in eher unregelmäßiger Abfolge und je nach Lust und Laune - gibt es ab ab sofort ein neues Element auf dieser Homepage, nämlich einen Blog! Die klassische "News-Seite", die ich auf anderen Homepages immer super finde, liegt mir irgendwie nicht. Das hier könnte besser passen. Diverse Blogversuche meinerseits scheiterten bisher daran, dass ich einfach nicht so regelmäßig dazu komme, etwas zu schreiben und ehrlich gesagt auch gar nicht immer die Lust dazu habe. Mit den Basenjis unterwegs zu sein und etwas zu unternehmen, ist dann doch meist reizvoller. Wer aber dennoch Lust hat, hin und wieder was von mir zu lesen und/oder auf dem Laufenden zu bleiben, was wir so treiben, darf mir hier sehr gerne folgen.
 

- ACHTUNG diese Blogartikel könnte Spuren von Werbung beinhalten! -

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Vor allem, wenn man Spaß hat ;-)

Der erste Block meiner Ausbildung "Ernährungsberater für Hund und Katze mit Schwerpunkt BARF nach Swanie Simon" ist nun bereits geschafft. Am 04.07.2020 hatte ich meine erste Prüfung, die ich mit 96,2% (von erforderlichen 80%) bestanden habe. Ganz schön aufregend kann ich euch sagen!

Ich bin superfroh, mich für diese Ausbildung entschieden zu haben. Es ist umfangreich und es ist auch schwierig - aber es ist einfach MEINS und macht mir einen Heidenspaß! Zeit, eine Lanze zu brechen für unsere Dozentin in Block 1: Nadine Wolf. Nadine ist selbst Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin, sie führt den sehr bekannten Barfblog (https://www.der-barf-blog.de) und ist Autorin des Buches "Das BARF Buch", außerdem hat sie neben all dem Wissen einen tollen Humor und ihre Leidenschaft fürs Thema spring absolut über! Mich hat sie jedenfalls angesteckt (noch mehr als sowieso schon).

Nach der Sommerpause geht es weiter mit Block 2 und Swanie Simon als Dozentin. Das wird noch mal ne ganz schöne Nummer und ich kanns kaum erwarten!

Swanie dürfte allen Barfern unter euch ein Begriff sein. Vor mehr als zehn Jahren habe ich mir mein erstes Barfwissen mit ihren tollen Barfbroschüren angelesen. Ihre Broschüren begleiten mich bis heute zu jeder Trächtigkeit und Welpenzeit. Sie ist die Koryphae schlechthin, wenn es ums Barfen geht, ebenfalls Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin, Kräuterexpertin und auch in TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) ausgebildet Ich freue mich unglaublich darauf, von ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und all dem Wissen bald noch mehr profitieren zu können. Mehr von Swanie findet ihr zum Beispie lunter www.drei-hunde-nacht.de (früher barfers.de) und natürlich auch bei DHN, ihrem Shop (https://barfshop.de/de/).

Falls euch mein Ausbildungsgang interessiert, ihr vielleicht sogar selbst Interesse daran habt, könnt ihr euch das ganze hier näher ansehen: https://www.thp-schule.de.

So und für heute reichts dann mal mit Angeberei und WERBUNG. Genießt den Sommer und knuddelt eure Herzenshunde!

 

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Wie ihr wahrscheinlich bemerkt habt, war es hier etwas ruhiger in letzter Zeit und auch auf Social Media und Co. gab es in den letzten Wochen eher weniger von uns zu lesen. Nicht nur dass ich mir Mitte Februar bei einem dummen kleinen Sturz die Schulter gebrochen habe und das Schreiben deshalb gerade einfach nicht so einfach ist, war bzw. ist ein wenig Pause und Rückzug dringend nötig, nachdem wir uns am 10.03.2020 für immer von unserem Jimmy verabschieden mussten.

Natürlich war uns auf Grund seines Gesundheitszustandes schon länger klar, dass unsere gemeinsame Zeit endlich ist, dennoch kam sein Verlust nun sehr plötzlich und unererwartet. Jimmy hatte einen Schlaganfall und etwa zeitgleich schienen seine Nieren nicht mehr wirklich arbeiten zu wollen. Im Verlauf nur eines Tages verschlechterte sich sein Zustand so sehr, dass wir uns schlussendlich von unserem Schatz verabschieden mussten. In den letzten Wochen ging es Jimmy sehr gut, er ist die großen Spaziergänge mitgelaufen, ist gerannt, hat ausgiebig herumgeschnüffelt und mit Freude Leckerchen abgestaubt. Ich bin froh, dass er nicht gelitten hat, sondern sein Leben noch einmal so richtig genießen konnte. Ich hätte ihm den Frühling gewünscht, Sonne im Fell, Vogelgezwitscher und frische, klare Frühlingluft: Ich hätte uns allen mehr Zeit gewünscht.

Jimmy hinterlässt ein Loch, wir waren nicht bereit ihn gehen zu lassen. Aber ist man das jemals?

Die Basenjis trauern auf ganz unterschiedliche Weise. Inaya hat einmal an Jimmy (den ich natürlich mit nach Hause genommen habe) geschnuppert, ihn sanft angestupst, sich dann umgedreht, auf ihrem Platz an der Heizung eingerollt und geschlafen. Chandu hat mehrfach versucht, ihn zu wecken und noch einige Tage nach ihm gesucht, ist aber ansonsten der gleiche fröhlich-aufmüpfige Teenager wie immer. Akiro... Akiro hat es gleich verstanden und ist spürbar traurig. Er weicht mir nicht von der Seite, ist sehr schmusig und braucht unsere besondere Nähe genauso sehr wie ich. Seit einigen Tagen beginnt er nun wieder zu spielen und kommt in unserer neuen Lebensrealität an, ebenso wie wir alle.

Ich bin dankbar für all das Tolle, was wir mit Jimmy erleben durften und ich bin unfassbar traurig, dass er nicht bei uns ist. Es vergeht noch kein Tag ohne Tränen und das wird sich auch so schnell nicht ändern.

Auch wenn meine ganz persönliche Welt still stand als er ging, geht das Leben natürlich weiter und wir müssen Schritt halten, weitermachen und glücklich sein auch wenn es gerade traurig ist.

Die anderen sind noch da und verdienen unsere volle Aufmerksamkeit und Liebe. Meine Schulter muss wieder fit werden. In diesem Jahr steht unser D-Wurf an, Korrespondenz, Gespräche und Treffen mit Welpeninteressenten sind an der Tagesordnung und ich habe gerade meine nebenberufliche Ausbildung zur "Ernährungsberaterin Hund und Katze mit Schwerpunkt BARF nach Swanie Simon" begonnen, die mich ganz schön fordert, aber auch sehr viel Spaß macht.

Es handelt sich um eine zehnmonatige, wirklich fundierte und in die Tiefe gehende Ausbildung, die zunächst die tiermedizinischen Grundlagen zum Aufbau und zur Physiologie des Magendarmtrakts vermittelt (da merkt man dann, dass die Schule doch schon einige Zeit her ist und lernen echt fordernd sein kann), und sich erst dann mit essentiellen Nährstoffen und der ausgewogenen Fütterung des gesunden, sowie dann später des erkrankten Tieres beschäftigt. Ich barfe seit inzwischen zehn Jahren, habe drei Würfe mit Barf aufgezogen, einen alten Hund  und einen jungen bedarfsgerecht gefüttert und unterstützt und staune mit jeder weiteren Unterrichtseinheit wie viel mehr es noch zu lernen und zu wissen gibt. Um am Ende der Ausbildung mein Zertifikat in Händen halten zu können, werde ich zwei Prüfungen bestehen und eine Abschlussarbeit schreiben müssen. Da kommt eine Menge Arbeit auf mich zu, aber eine auf die ich so richtig Bock habe!!  :-)

Ich werde sicherlich an der ein oder anderen Stelle noch mal über den Ausbildungsverlauf berichten. Wenn ihr aber Fragen zum Ausbildungskonzept, zum Ablauf oder ähnliches habt, gerne raus damit. Ich spreche gern darüber und es lenkt mich ab, hilft an die Zukunft zu denken...und eben einfach weiterzumachen.

 

Schließen möchte ich für heute mit einer kleinen Empfehlung. Ich weiß man denkt nicht gerne über den Verlust eines geliebten Tieres nach. Ich bin da keine Ausnahme. In Jimmys Fall haben wir uns entschieden, ihn in unserem Garten zu beerdigen und ich habe eine kleine Schiefertafel für sein Grab anfertigen lassen. Verarbeitung und Ergebnis haben mich wirklich umgehauen und vor allem der grandiose und professionelle Kundenservice. Von Bestellung, Ausarbeitung, Entwurf, Anpassung, Fertigung und Versand bzw. Lieferung sind sage und schreibe zwei Tage vergangen! Solltet ihr euch in einer ähnlichen Situation befinden und euch auch eine kleine Erinnerung anfertigen lassen wollen, werft doch bitte einen Blick auf: https://pfotensteine.de/

Ein Bild unserer Schiefertafel habe ich auf Facebook und Instagram hochgeladen. Hier möchte ich mich für heute aber mit einer anderen Erinnerung verabschieden:

 

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Kennt ihr das auch? Ihr seid ungeduldig, rastlos, das Wetter ist blöd oder ihr habt schon die nächsten Termine im Nacken und der verfluchte Hund muss an jeder verfluchten Hausecke/Baum/Busch/Pfeiler/Laterne/was auch immer drei Millionen Jahre lang schnuppern?! Mit jedem Anhalten steigt der Puls, fordert ihr euren Hund früher auf, jetzt endlich mal in den Quark zu kommen, zwingt ihn weiter und lasst ihn nur noch neben euch laufen, damit er erst gar nicht in Versuchung kommt, die Botanik links und rechts des Weges einer eingehenderen Prüfung zu unterziehen?

STOPP!

Warum geht ihr noch gleich raus mit eurem Hund? Damit er seine Geschäfte erledigen kann und Bewegung bekommt (und ihr gleich mit). Aber doch auch, damit er mal was anderes sieht als nur sein Zuhause, damit er rauskommt und was erlebt. Euer Hund "sieht" anders als ihr!

Sehen ist in diesem Zusammenhang wohl auch das falsche Wort. Wahrnehmen trifft es besser! Er möchte seine Umwelt wahrnehmen, mit allen Sinnen! Den Wind im Fell spüren, in die Ferne blicken, lauschen, ob es im Gebüsch irgendwo raschelt und vor allem riechen, riechen, riechen. Die Gerüche werden inhaltiert, schmelzen auf der Zunge und es ist soo, sooo spannend, was genau dieser Geruch an genau dieser Ecke zu erzählen hat. Das bekommen wir nicht mit!

An einem langen langsamen Sonntagnachmittag im Wald ist das ja alles ganz wunderbar, aber morgens auf dem Weg zur Arbeit, in der kurzen Pipipause um halb elf, in der halben Stunde bevor die Lieblingsserie beginnt?!

Für mich ist es die Pipipause um halb elf!

Chandu soll doch bitte schnell machen, damit ich noch schneller an den Schreibtisch zurückkomme und damit sich niemand ärgert, dass ich "schon wieder stundenlang" mit dem Hund draußen bin. Schließlich bin ich darauf angewiesen, ihn (oder auch die anderen) mit in die Arbeit nehmen zu können. Da will man ja nicht negativ auffallen... "Schon wieder stundenlang" ist in diesem Zusammenhang eine rein subjektive Wahrnehmung und dauert in der Realität meistens so zehn Minuten.

Ungeduld ist ein schlechter Ratgeber und lässt uns kurze Momente wie Ewigkeiten empfinden. Tatsächlich haben wir gar kein Gefühl mehr dafür, wie lange der Hund tatsächlich schnuppert.

Einem spontanen Impuls folgend habe ich das Zählen begonnen.

In meinem Kopf,ganz langsam...... 21....22......23 (wobei es natürlich eher darum ging, den Hund lautlos anzuzählen und auf der imaginären 24 dann mit ihm weiterzuhetzen). Was ich aber niemals erwartet hätte, war, dass Chandu in den meisten Fällen schon bei 23 von selbst bereit war, weiterzulaufen. 3 Sekunden?! Ich habe keine Zeit, meinen Hund 3 (!) Sekunden schnüffeln zu lassen!?

Das darf doch wohl nicht wahr sein!

Ist es aber.

In der Hektik des Alltags verliert man nur zu oft jegliches Zeitgefühl und alles, was nicht effizient ist, ist schneckenlangsam und nervt. Aber mal ehrlich, Effizienz hat auch auf dem Hundespaziergang nichts verloren, nicht mal in der zehn Minuten Pipipause.

Daher habe ich mir das Zählen inzwischen aktiv angewöhnt, vor allem um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, wie lange die Schnüffelei tatsächlich dauert. Und egal, wie eilig ich es habe, 10 Sekunden habe ich immer! Und die bekommen alle meine Hunde nun immer, wenn sie eine interessante Duftnote in der Nase haben. Erstaunlicherweise bringt mich das sogar runter und entschleunigt und hilft, auch die kleinen Runden wieder zu erleben und zu genießen.

Und bevor sich jetzt wieder jemand aufregt:
Wir sind natürlich täglich stundenlang in Wald und Flur unterwegs und natürlich haben alle Hunde weit mehr als zehn Sekunden Schnüffelzeit! Darum geht es hier nicht. Es geht um die Alltagshetze und wie sehr wir alle uns oft davon mitreißen lassen und um einen Weg, genau dies einfach mal ein wenig auszuhebeln.

Für mich funktionierts!

Und ganz nebenbei wird mir wieder bewusster, warum es so wichtig ist, dass Hunde auch mal Hunde sein dürfen. Auch bei unseren langen Touren mit ganz viel Zeit macht es mir nun noch mehr Spaß, meine vier Lieblinge schnuppern und am Wegesrand stöbern zu lassen.

Seht hin! Lasst euch anstecken von der kindlichen Freude und Abenteurlust eurer Hunde, denn sie wissen noch wie das geht!

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Frohes Neues Jahr euch allen da draußen. Ein neues Jahr, ein neues Jahrzehnt - das regt doch irgendwie zu einer Rückschau, einem Resumee, zum innehalten und reflektieren an, oder? Na ja, so gehts jedenfalls mir.

 

2019 - ein Jahr voller kleiner und großer Katastrophen, Krisen und Veränderungen. Unser erstes Jahr mit vier Hunden, einem verrückten unerzogenen Jungspund, der noch alles lernen muss, und einem älteren Herrn, der dank fortschreitender Taubheit und Demenz (und einer gehörigen Portion Altersstarrsinn) all sein erlerntes Wissen aus den vergangenen Jahren nicht mehr abrufen kann. Ganz ehrlich? Das hatte ich ich mir einfacher vorgestellt!

 

Ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach, ob ich diesen Blogpost verfasse oder nicht. Darf ich das überhaupt? Kann ich als Züchterin und verlässliche Ansprechpartnerin für alle unsere Welpenleute öffentlich erzählen, dass ich mich streckenweise mit Chandus Erziehung überfordert oder zumindest über alle Maßen GEfordert fühle, dass er schwierig ist und wir Erziehungsbaustellen haben, die wir vorher so nicht kannten?

Ich darf.

Vielleicht muss ich sogar!

 

Denn ich bin ein Mensch, mit menschlichen Unzulänglichkeiten und Fehlern und Chandu ist ein Basenji, ein echter Basenji, im guten wie im schlechten, mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit. Sie mögen sich ja alle irgendwie ähneln unsere Afriker, quasi das gleiche "Betriebssystem" haben, aber es ist eben nicht "kennst du einen, kennst du alle". Sie alle haben so starke, eigene Persönlichkeiten, einen eigenen Kopf und ganz eigene Vorstellungen vom Leben. Da muss man als Mensch erstmal mitkommen.

2019 hat sich einiges in meinen persönlichen Lebensumständen geändert und nach Murphys Gesetz ging auch eigentlich alles schief, was schief gehen konnte. Ich arbeite mehr, bin länger aus dem Haus. Mein Mann hat den Job komplett gewechselt und das sind nur die Kleinigkeiten. Alles war bzw. ist in Bewegung. Hat man eine Baustelle im Griff, steht die nächste schon in den Startlöchern. Das ist vielleicht auch nicht die ideale Ausgangssituation für einen Welpen, insbesondere dann, wenn man nicht nur den einen mit speziellen Anforderungen hat, sondern gleich zwei davon, Junior und Senior. Und zwei weitere, die natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommen sollen.

Ich weiß sicherlich nicht alles, aber eine Menge und ich bin doch sicher absolut in der Lage, so einen kleinen Spinner zu erziehen und einen funktionierenden Alltag mit ihm auf die Beine zu stellen. Und so hatte ich in der Vergangenheit bei allen Schwierigkeiten, die sich immer mal wieder auftaten in der Hundeerziehung, nie das Gefühl, es nicht im Griff zu haben, dass es nicht immer machbar ist, ich ratlos und hilflos bin. Bis jetzt.

Chandu hat mich einiges gelehrt, vor allem Demut meine eigenen Fähigkeiten betreffend und die Gewissheit, dass es noch so unglaublich viel mehr zu lernen und zu erfahren gibt. Chandu ist meine größte Herausforderung und ich habe vor, an ihr zu wachsen.

 

Chandu kann - bis jetzt - nicht mit den anderen alleine bleiben, wenn wir außer Haus sind. 2 - 3 Stunden in seiner großen Box, außerhalb der Box nicht länger als ne Stunde. Es sei denn, wir haben vor, neu zu bauen! Chandu geht also mit mir arbeiten, ist jeden Tag den halben Tag mit mir außer Haus und von den anderen getrennt. Er ist stinke-eifersüchtig und unglaublich heftig mit den Großen, von Futterneid über Raumkontrolle bis hin zu Ressourcenverteidigung haben wir alles mit dabei. Das haben wir alles im Griff, hatten es eigentlich auch von Anfang an. Aber es ist verdammt noch mal anstrengend! ...und frustrierend!

Das schlimmst aber ist: Chandu ist ein Zerstörer! Und das ist ein echtes Problem, eines das wir nicht im Griff haben, und ein teures Problem, zumal wir hier nicht nur von angenagten Schuhen oder zerkauten Fernbedienungen sprechen.

Er ist unglaublich schlau und gewitzt, lernt super schnell und super schnell das Falsche. Und er langweilt sich eben auch genauso schnell wie er lernt.  Er ist ein toller kleiner Kerl. Er ist anspruchsvoll. Aber von der ersten Minute an blitzt immer wieder durch, was für ein großartiger, erwachsener Basenji er sein wird, wenn der Verstand erstmal nachgewachsen ist.

 

Er macht mich wahnsinnig.


 

 

Und ich liebe ihn. So sehr.

Er wurde in meine Hände geboren und ich habe - trotz diverser nächtlicher Heulattacken - nicht eine Sekunde daran gezweifelt, dass ich ihn in meinem Leben haben will. Das ist auch etwas, dass ich gelernt habe. Etwas, dass ich nicht nur in der Theorie weiß, sondern als meine ultimative Wahrheit erkenne: Egal was kommt und auch gegen alle Widerstände, Chandu gehört zu mir, zu uns. Wie jeder unserer Hunde. Ich würde sie niemals aufgeben. Lebensumstände können sich ändern. Mit einer guten Basis schafft man alles. Die Frage ist aber, schafft man es auch, wenn die Basis bröckelt? Wenn plötzlich nichts im Leben mehr sicher zu sein scheint? Lebensumstände, Stabilität, Sicherheit - all das ist immer in Bewegung, kann sich jederzeit verschieben, in die eine oder andere Richtung. Eines aber ändert sich nicht. Die Liebe. Die Begeisterung. Der absolute Wille. Und das Vertrauen, dass es sich lohnt. Der Glaube daran, dass es einfacher, dass es fantastisch wird, ja sogar schon ist.


 

Ich liebe es, mit Chandu zu arbeiten, er ist gelehrig und fröhlich. Ich liebe das freche Funkeln in seinen Augen und seine Flitzanfälle. Ich liebe es, wie er genießerisch die Augen schließt, wenn man ihn am ganzen Körper liebevoll kratzt (dieses Tier muss nicht gestreichelt, sondern gekratzt werden), wie er sich müde und vertrauensvoll in meinen Arm fallen lässt, wenn er nicht mehr kann. Ich liebe es, wenn er mit Akiro spielt, mit Inaya rennt und Jimmy die Ohren putzt, wenn alle zusammen liegen und ihre gegenseitige Nähe genießen. Ich liebe es mit allen vieren unterwegs zu sein. Ich liebe Chandus Gesang und dass er Paprika genauso gerne mag wie ich.

 


 

Danke, Chandu! Dass du mich daran erinnert hast, warum es so wichtig ist, Basenji-Interessenten aufzuklären und ihnen auch die möglichen Schwierigkeiten bewusst zu machen. Danke, dass du mich daran erinnert hast, was für mich das wichtigste ist und was mein Leben bestimmt. Und danke, dass wir in diesem Jahr so viel renoviert und neu möbliert haben, wie wir es ohne dich ganz sicher nicht getan hätten! Das Haus sieht toll aus - bitte lass es jetzt heile!

Danke Akiro und Inaya, dass ihr uns diesen kleinen Kerl geschenkt habt und danke, dass wir uns gegenseitig helfen, unsere geistige Gesundheit zu bewahren ;-)

Danke 2019, dass ich so viel lernen durfte. Danke, dass du mir bewiesen hast, dass ich durchhalten kann und dass sich alle Arbeit lohnt. Nicht zuletzt: Danke, dass du vorbei bist!

Wer hätte gedacht, dass ich nach diesem turbulenten Jahr so positiv und optimistisch in die Zukunft blicken kann? Ich ganz sicher nicht.

Eines noch zum Abschluss:
Alle meine Freunde, Bekannten, befreundete Basenjizüchter (ihr wisst, wenn ihr gemeint seid!) es tut mir leid, dass ich dieses Jahr so mies war im Kontakthalten und so wenig Zeit hatte. Ich würde ja gerne Besserung geloben, aber ich kann nichts versprechen. Auch 2020 liegt vieles an, weitere Veränderungen und Herausforderungen. Aber solche, für die ich mich aktiv entschieden habe. Agieren statt reagieren!

Ihr alle seid mir wichtig und ihr wisst ja, wo ihr mich findet ;-)

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25
Oct
Hoopers

Kaum zu glauben aber wahr. Gefühlt gerade erst begonnen, ist unsere erste Hoopers-Saison nun schon wieder vorbei. Leider! Vorgestern Abend hatten wir das Abschlusstraining einer tollen ersten Trainingsrunde, die in diesem Frühjahr startete. Zeit also für ein kleines Resümee.

 

Hoopers. Was ist das überhaupt?

  • „Hoopers ist ein Hundesport für Hund und Mensch.
     
  • Hoopers, auch bekannt unter Hoopers-Agility oder N.A.D.A.C Hoppers, ist eine Sportart aus den USA. Diese, in Europa noch relativ junge Hundesportart, findet langsam aber sicher immer mehr Anhänger und Begeisterung in der Hundeszene und ist in der Zwischenzeit auch schon in einigen DVG Vereinen angekommen. Es erscheint an der Zeit diese interassanten Hundesportart eine Plattform zu bieten.
     
  • Hoopers ist eine Hundesportart in der es darum geht, einen Hindernisparcours bestehend aus z.B. sogenannten Hoops, Tunnel, Tonnen, Pylonen, Slalom und Gates fehlerfrei zu bewältigen. Eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund und ein hohes Maß an Geschicklichkeit im Team sind die wichtigsten Grundlagen für diesen Hundesport.


     
  • Für wen ist Hoopers geeignet ?/ wer eignet sich für Hoopers ?
  • Hoopers ist für Jedermann und "Jederhund" geeignet! Alter, Rasse und Größe spielen so gut wie keine Rolle. Voraussetzung jedoch ist, dass die Hunde freudig mitarbeiten. Es ist auch für Hunde geeignet, die aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht (mehr) springen dürfen. Auch für Hundeführer, die nicht mehr ganz so “gut zu Fuß” sind, ist diese Sportart bestens geeignet.

     
  • Wie funktioniert Hoopers genau?
  • Wie im klassischen Agility gibt es auch hier einen Geräteparcours, der in einer bestimmten Reihenfolge vom Hund durchlaufen werden muss. Anders als im Agility muss der Hund in einem Hoopers Parcours nicht springen. Der Parcours ist in der Regel sehr weitläufig und besteht aus Bögen (Hoops), Tunneln, Tonnen (Barrels), Pylonen und Zäunen (Gates). Die Reihenfolge, Distanz und Anzahl der Gräte richtet sich nach dem Können bzw. der Klasse des jeweiligen Hund-Mensch-Teams.
  • Eine große Besonderheit besteht darin, dass der Hundeführer NICHT mitläuft. Der Hundeführer bringt seinen Hund zu Beginn an den Start und begibt sich dann in seinen festgelegten Führbereich, den er während des Laufes nicht verlassen darf. Der Hund wird nur mit Körpersprache, Sicht- und Hörzeichen auf Distanz durch den Parcours geführt.

     
  • Beispiele Möglicher Hörzeichen, die der Hund lernt, können sein:
  •  
  • “Außen” - zum Umlaufen von Hindernisse
  •  
  • “Weg” – vom Hundeführer weg arbeiten
  •  
  • “Rum” - nimm das Hindernis im Rücken des Hundeführers
  •  
  • “Vor, Go, Lauf” – nimm alle Hindernisse geradeaus vor dir (Leitsignal).
  •  
  • “Zuzuzu, Lilili, Rerere” - Zum HF kommend, Links und Rechts
  •  
  • Plus die entsprechenden Körperhilfen: Arme, Schultern, Blick,...
  •  
  •  
  • Was gilt es zu beachten?
  •  
  • Es ist grundsätzlich unbedingt darauf zu achten, dass ein Hund im Training nie überfordert wird, da in dieser Hundesportart der Mensch nicht mitläuft, sondern aus einem festgelegten Bereich den Hund führt.“

 

Quelle:https://www.dvg-hundesport.de/home/sportarten/hoopers~1f.de.html

 

 

Was mich daran gereizt hat, war – neben der Tatsache, dass die Trainerin eine liebe Freundin von mir ist und wir schon viel zu lange nichts mehr gemeinsam gemacht haben – herauszufinden, ob Akiro und ich das können. Nur mit Körpersprache und Stimme auf Distanz führen – Akiro ist zwar ein „Hundeplatzbasenji“, der totalen Spaß an der gemeinsamen Arbeit hat, aber DAS klang wirklich anspruchsvoll. Ist es auch! Aber machbar.

Alles wird sehr kleinschrittig aufgebaut und man geht erst dann einen Schritt weiter, wenn der erste sitzt. Wir sind eine kleine Gruppe unterschiedlicher Menschen und Hunde und jeder bekommt genau die Zeit, die er braucht. Eine goldene Regel ist: Der Hund kann nichts falsch machen. Läuft er falsch, habe ich ihm den Weg falsch angezeigt oder nicht deutlich genug.

Wundert man sich anfangs noch, ob die Trainer nicht total übertreiben, wenn sie die leichteste Fußfehlstellung des Hundeführers korrigieren und ist überzeugt, dass der eigene Hund so genau ganz sicher nicht auf einen achtet, ertappt man sich schon nach den ersten Trainingsrunden dabei, wie man selbst beginnt, die anderen zu analysieren und tatsächlich zu SEHEN, dass es sehr wohl so ist.

Akiro hat mich total beeindruckt, weil er einfach an meiner Seite ist. Ohne wenn und aber. Ohne Leine und egal, dass die anderen Hunde da sind. Er war – und ist! - einfach da und bei mir (außer wenns regnet, aber das ist ein anderes Thema). Grundsätzlich sollte der Grundgehorsam schon sitzen, damit Hoopers funktionieren kann. Akiro ist da ja ein alter Profi. Ob ich mich mit Chandu vielleicht bereits im nächsten Jahr herantrauen kann, bleibt wohl abzuwarten ;-)

Für mich war - und ist - es eine besondere Herausforderung nicht mitzulaufen, sondern Akiro von einem festen Platz aus zu führen. Da kommen dann die alten Agility-Verhaltensweisen wieder zum Vorschein.

Der Trainingsablauf ist so, dass immer ein Mensch-Hund-Team an der Reihe ist und die anderen zusehen. Und ich sag Euch, man lernt so unglaublich viel!!! Und es ist absolut beeindruckend, wie sich unsere Körpersprache auswirkt, wie fein eingestellt unsere Hunde auf alles sind, was wir tun, wie wir es tun. Das ist gleichzeitig das Schwierige daran – man merkt nämlich auch, dass man seinen Körper so gar nicht unter Kontrolle hat und wie schwer es fällt, sich richtig „auszudrücken“.

Es ist super spannend auch die anderen Teams zu beobachten, zu analysieren und sich mit zu freuen. Wir sind zu einer ganz tollen Truppe zusammengewachsen und ich hoffe sehr, dass nächstes Jahr alle noch dabei sind!

Ein bunter Haufen unterschiedlichster Hunde und Menschen

(Bruno, der so groß ist wie eine kleine Kuh und sonst im Hundesport allein auf Grund seiner Größe irgendwie    immer raus ist, kann beim Hoopers super mitmachen - die oft aufgedrehte und trotzdem so aufmerksame Ida, deren Frauchen, nicht so gut laufen kann, so dass sie beim Hoopers im Sitzen trainiert und uns nur zu oft sprachlos macht, weil das so super funktioniert -  Jack, der alle lauthals anfeuert und den Spaß seines Lebens hat -  Frieda, der man ihre sonstige Unsicherheit, im Parcours so gar nicht mehr anmerkt - Mila, einen so  ausgeglichenen Hütehund wie sie, habe ich selten erlebt - Nero, der augeweckte kleine Streber )

die mir in den letzten Monaten alle sehr ans Herz gewachsen sind.

Hoopers ist sehr anstrengend für die Hunde, weil sie sich unglaublich konzentrieren müssen. Umso wichtiger sind die Trainer, die ein Auge darauf haben, dass niemand überfordert wird und der Spaß an der Sache immer im Vordergrund steht. Anna und Verena - ihr macht einen ganz tollten Job!! Danke.

Von den oben erläuterten Kommandos beherrschen wir inzwischen das "Außen", das "Lauf" und das "Zu" schon ganz gut und damit kann man schon richtige Sequenzen laufen. Es ist allerdings noch ein weiter Weg bis wir irgendwann mal wirklich gut sind. Aber darum geht es gar nicht. Es geht um die gemeinsame Arbeit und den Spaß und ums lernen an sich! Mal gucken, wie weit wir noch so kommen....

Ein paar Trainingseindrücke habe ich euch mal bei Youtube hochgeladen, und zwar ganz bewusst nicht nur die Glanzleistungen ;-). Die Qualität ist nicht die beste, aber man erkennt worum es geht.

Folgt einfach den Links:

 

Hoopers 1

Hoopers 2

Hoopers 3

Hoopers 4

Hoopers 5

 

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