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Abschiede und Neuanfänge
24.03.2020 10:34

Wie ihr wahrscheinlich bemerkt habt, war es hier etwas ruhiger in letzter Zeit und auch auf Social Media und Co. gab es in den letzten Wochen eher weniger von uns zu lesen. Nicht nur dass ich mir Mitte Februar bei einem dummen kleinen Sturz die Schulter gebrochen habe und das Schreiben deshalb gerade einfach nicht so einfach ist, war bzw. ist ein wenig Pause und Rückzug dringend nötig, nachdem wir uns am 10.03.2020 für immer von unserem Jimmy verabschieden mussten.

Natürlich war uns auf Grund seines Gesundheitszustandes schon länger klar, dass unsere gemeinsame Zeit endlich ist, dennoch kam sein Verlust nun sehr plötzlich und unererwartet. Jimmy hatte einen Schlaganfall und etwa zeitgleich schienen seine Nieren nicht mehr wirklich arbeiten zu wollen. Im Verlauf nur eines Tages verschlechterte sich sein Zustand so sehr, dass wir uns schlussendlich von unserem Schatz verabschieden mussten. In den letzten Wochen ging es Jimmy sehr gut, er ist die großen Spaziergänge mitgelaufen, ist gerannt, hat ausgiebig herumgeschnüffelt und mit Freude Leckerchen abgestaubt. Ich bin froh, dass er nicht gelitten hat, sondern sein Leben noch einmal so richtig genießen konnte. Ich hätte ihm den Frühling gewünscht, Sonne im Fell, Vogelgezwitscher und frische, klare Frühlingluft: Ich hätte uns allen mehr Zeit gewünscht.

Jimmy hinterlässt ein Loch, wir waren nicht bereit ihn gehen zu lassen. Aber ist man das jemals?

Die Basenjis trauern auf ganz unterschiedliche Weise. Inaya hat einmal an Jimmy (den ich natürlich mit nach Hause genommen habe) geschnuppert, ihn sanft angestupst, sich dann umgedreht, auf ihrem Platz an der Heizung eingerollt und geschlafen. Chandu hat mehrfach versucht, ihn zu wecken und noch einige Tage nach ihm gesucht, ist aber ansonsten der gleiche fröhlich-aufmüpfige Teenager wie immer. Akiro... Akiro hat es gleich verstanden und ist spürbar traurig. Er weicht mir nicht von der Seite, ist sehr schmusig und braucht unsere besondere Nähe genauso sehr wie ich. Seit einigen Tagen beginnt er nun wieder zu spielen und kommt in unserer neuen Lebensrealität an, ebenso wie wir alle.

Ich bin dankbar für all das Tolle, was wir mit Jimmy erleben durften und ich bin unfassbar traurig, dass er nicht bei uns ist. Es vergeht noch kein Tag ohne Tränen und das wird sich auch so schnell nicht ändern.

Auch wenn meine ganz persönliche Welt still stand als er ging, geht das Leben natürlich weiter und wir müssen Schritt halten, weitermachen und glücklich sein auch wenn es gerade traurig ist.

Die anderen sind noch da und verdienen unsere volle Aufmerksamkeit und Liebe. Meine Schulter muss wieder fit werden. In diesem Jahr steht unser D-Wurf an, Korrespondenz, Gespräche und Treffen mit Welpeninteressenten sind an der Tagesordnung und ich habe gerade meine nebenberufliche Ausbildung zur "Ernährungsberaterin Hund und Katze mit Schwerpunkt BARF nach Swanie Simon" begonnen, die mich ganz schön fordert, aber auch sehr viel Spaß macht.

Es handelt sich um eine zehnmonatige, wirklich fundierte und in die Tiefe gehende Ausbildung, die zunächst die tiermedizinischen Grundlagen zum Aufbau und zur Physiologie des Magendarmtrakts vermittelt (da merkt man dann, dass die Schule doch schon einige Zeit her ist und lernen echt fordernd sein kann), und sich erst dann mit essentiellen Nährstoffen und der ausgewogenen Fütterung des gesunden, sowie dann später des erkrankten Tieres beschäftigt. Ich barfe seit inzwischen zehn Jahren, habe drei Würfe mit Barf aufgezogen, einen alten Hund  und einen jungen bedarfsgerecht gefüttert und unterstützt und staune mit jeder weiteren Unterrichtseinheit wie viel mehr es noch zu lernen und zu wissen gibt. Um am Ende der Ausbildung mein Zertifikat in Händen halten zu können, werde ich zwei Prüfungen bestehen und eine Abschlussarbeit schreiben müssen. Da kommt eine Menge Arbeit auf mich zu, aber eine auf die ich so richtig Bock habe!!  :-)

Ich werde sicherlich an der ein oder anderen Stelle noch mal über den Ausbildungsverlauf berichten. Wenn ihr aber Fragen zum Ausbildungskonzept, zum Ablauf oder ähnliches habt, gerne raus damit. Ich spreche gern darüber und es lenkt mich ab, hilft an die Zukunft zu denken...und eben einfach weiterzumachen.

 

Schließen möchte ich für heute mit einer kleinen Empfehlung. Ich weiß man denkt nicht gerne über den Verlust eines geliebten Tieres nach. Ich bin da keine Ausnahme. In Jimmys Fall haben wir uns entschieden, ihn in unserem Garten zu beerdigen und ich habe eine kleine Schiefertafel für sein Grab anfertigen lassen. Verarbeitung und Ergebnis haben mich wirklich umgehauen und vor allem der grandiose und professionelle Kundenservice. Von Bestellung, Ausarbeitung, Entwurf, Anpassung, Fertigung und Versand bzw. Lieferung sind sage und schreibe zwei Tage vergangen! Solltet ihr euch in einer ähnlichen Situation befinden und euch auch eine kleine Erinnerung anfertigen lassen wollen, werft doch bitte einen Blick auf: https://pfotensteine.de/

Ein Bild unserer Schiefertafel habe ich auf Facebook und Instagram hochgeladen. Hier möchte ich mich für heute aber mit einer anderen Erinnerung verabschieden:

 

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