Rassebeschreibungen gibt es viele im WorldWideWeb. Daher gibt es hier statt einer neuerlichen standardmäßigen Rassebeschreibung meinerseits einen Link zu der Seite des Basenji-Zuchtvereines, auf der sich hierzu eine Fülle von Informationen finden lässt:


www.basenji-klub.de

 

Ein paar persönliche Worte hierzu möchte ich dennoch loswerden:

Für unglaublich wichtig halte ich es, mit dem Welpen von Anfang an zu arbeiten (keine Sorge, wenn man es richtig macht, fühlt es sich kein bisschen wie Arbeit an) und ihn an alle Dinge des täglichen Lebens zu gewöhnen. Nehmt ihn mit! Geht mit ihm in die Stadt, fahrt Fahrstuhl, geht essen, zeigt ihm die Welt und schafft ihm Möglichkeiten, auch einmal frei laufen und Hund sein zu dürfen.

Akiro hat von Anfang an die Welpenstunde besucht und ist danach auch weiter regelmäßig in der Hundeschule gewesen. Auch mit Inaya sind wir bereits im Welpenalter in der Hundeschule gestartet. Ich trainiere häufig mit beiden zusammen als Team, nehme mir aber auch immer wieder bewusst Zeit für nur einen Hund und übe individuell. Auch für die Bindung ist es natürlich wichtig, hin und wieder einem alleine die ganze Zeit zu schenken und ihn (sie) den Star sein zu lassen.  ;-)

Ein Basenji ist anders. Er lernt anders und hat einfach sein eigenes kleines Köpfen. Aber er ist NICHT unerziehbar. Man muss nur den richtigen Zugang finden und sich auf das kleine Wesen einlassen. Ein Basenji wird immer nur dann auf seinen Halter hören, wenn er ihm vertraut. Druck  ist bei der Erziehung völlig fehl am Platze, Konsequenz zwingend notwendig! Was einmal erlaubt ist, ist immer erlaubt. Man sollte sich also von Anfang an im Klaren darüber sein, was der Basenji darf und was er nicht darf und sollte danach leben und handeln.

Ein Basenji wird nie ein Befehlsempfänger sein und auch kein Hund, der stets und ständig ohne Leine führbar und zu 100% in jeder Situation abrufbar ist. Er wird immer einmal wieder testen, wie ernst ein Kommando gemeint ist und was man in jedem Fall für seine Erziehung braucht, ist ein gute Portion Humor und sehr viel Geduld.

Aber glaubt mir, der Einsatz lohnt sich. Ein Basenji ist unglaublich liebevoll und seinem, von ihm ausgesuchten Menschen sehr nah.

Möglich ist alles, was gefällt (vor allem dem Basenji). 

Ich mache zum Beispiel mit allen unseren Hunden unter anderem auch Agility. Auch hier ist Akiro zunächst ein kleiner Freigeist und manchmal eher anarchistisch veranlagt gewesen. Aber wir haben unglaublich viel Spaß und inzwiscehn ist er sehr gut führbar und läuft den Parcours (meist nimmt er die Hindernisse sogar in der vorgegebenen Reihenfolge  :-D ) genauso gut wie jeder andere Hund.  Inaya ist noch in der Lernphase und macht ganz gerne was sie sill, aber es wird besser und da ich ja weiß, dass Akiro auch einfach nur seine Zeit gebraucht hat, bin ich guter Dinge.

Ich bin sehr, sehr stolz darauf wie gut führbar Akiro mittlerweile ist, wie er Freude daran hat, mit mir gemeinsam zu arbeiten, und ich genieße gerade beim Agility die Unterschiedlichkeit aller Hunde, der übermotivierte und doch sture Terrier, Akiro, der motiviert werden möchte, um dabei zu bleiben, und die freche Basenji-Chaotin, die am liebsten erstmal auf die A-Wand rennt, um sich die Welt anzuschauen.

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Eines steht ganz sicher außer Frage:

Ein Basenji ist kein Haustier, sondern ein Familienmitglied.
Man besitzt ihn nicht, sondern wird von ihm besessen!

 

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EIN BASENJI KOMMT SELTEN ALLEIN

...eine Wahrheit, der sich ein Großteil der Basenjiwelt nicht lange verschließen kann :-).

Drei Hunde waren eigentlich nie ein Thema für uns. Tja, das Leben ist aber nicht vorhersehbar und auch wir konnten uns dem Sprichwort „Ein Basenji kommt selten allein.“ nicht mehr lange erwehren, so dass im Februar 2013 dann unser Basenjimädchen Inaya bei uns einzog. Auch wir können nur bestätigen: "Ein Basenji ist gut - zwei sind besser!"

 

 

Gesundheit und Pflege

Das Prädikat pflegeleicht kann man dem Basenji, jedenfalls was seine äußere Erscheinung angeht, bedenkenlos verleihen.

Er riecht nicht nach Hund, auch nicht wenn er nass ist. Er hat ein kurzes Fell, das er sich ähnlich wie eine Katze, selbst hingebungsvoll reinigt. Akiro, der die basenjitypische Abneigung gegen Wasser hat, wird nur dann gebadet, wenn er sich in etwas extrem stinkigem, ekelhaftem gewälzt hat. Ansonsten tut es ein feuchtes Tuch. Inaya findet Wasser nicht ganz so schlimm, wird aber auch nicht häufiger gebadet als Akiro auch.

Ein Basenji haart auch wenig. Akiro bekommt schon ein wenig „Winterflaum“ und haart in den Fellwechselperioden (Frühling und Herbst) deutlich ab. Zur Pflege seines Fells ist der Trimmstein ideal, der zieht auch die feinsten Härchen aus dem Fell ohne zu kratzen. Es muss übrigens nicht der teure Trimmstein aus dem Fachhandel sein – ein Bimsstein (der schwarze, großporige) tut es auch. Ansonsten kann ich - auch wenn er etwas teurer ist - jedem den "Furminator" ans Herz legen. Ein kleines Wunderwerk, das sich bestens zur Fellpflege eignet. Inaya hat sehr kurzes, dichtes und seidiges Fell - sie haart so gut wie gar nicht, genießt es aber sehr, sich mit dem Furminator den Hals bürsten / kratzen zu lassen und sogar aus ihrem Seidenfall entfernt der Furminator die wenigen losen Härchen sehr gut.

Wer zwei Basenjis hat, muss sich auch um saubere Ohren keine Gedanken machen, denn die putzen sie sich gegenseitig. Wer keinen zweiten Hund (oder einen eher putzfaulen Terrier) hat, reinigt die Ohren regelmäßig mit einem feuchten Tuch.

Außerdem muss natürlich auf die Krallen geachtet werden. Diese sollten kurz sein. Vorteil weißer Krallen ist, dass man genau sehen kann, wie weit die Kralle durchblutet ist. Bitte trainiert von Anfang an, dass der Basenji sich an den Pfoten anfassen lässt und auch still hält, wenn die Krallenschere kommt.

Die Pfötchen unserer Basenjis sind recht empfindlich, was Streusalz angeht (gut, ich gebe zu, Akiro ist eben auch wirklich eine kleine Memme…). Ich benutze Pfotenwachs zur Pflege, und zwar nicht nur im Winter, sondern ganzjährig. Es hält die Ballen geschmeidig und gibt dem Basenji auch Halt auf glatten Flächen, wie Fliesen oder Parkett.

Insgesamt ist der Basenji ein robuster Hund, der den Tierarzt oftmals nur zu Impfungen und Kontrollen sieht.

Es gibt jedoch eine Erkrankung, die beim Basenji auftreten kann bzw. in der Vergangenheit aufgetreten ist: Das Fanconi-Syndrom. Es handelt sich um eine Nierenfunktionsstörung, die jedoch durch verantwortungsvolle Zucht nahezu „ausgerottet“ werden konnte. Die früherenTests waren zwar nicht 100% zuverlässig, dienten aber als Kriterium für gesunde Verpaarungen, so dass Erkrankungen in den vergangenen Jahren seltenst tatsächlich aufgetreten sind. Seit einigen Jahren gibt es nun schon einen absolut verlässlichen Test, der definitiv und zu 100% ausschließen kann, dass ein Basenji jemals an dieser Nierenstörung erkranken kann. Nähere Informationen hierzu gibt es ebenfalls auf der ZULU-Seite.

Bitte lassen Sie sich nicht iritieren, wenn Sie lesen, dass ein Tier, das Träger des verantwortlichen Gens ist, in der Zucht eingesetzt wird. Ein Trägertier kann selbst niemals krank werden und solange man es nur mit "Nicht-Trägern" verpaart, gilt das gleiche für die Nachkommen aus einem solchen Wurf. Ein Träger-Tier ist gesund! Kranke Tiere können nur entstehen, wenn man zwei Träger miteinander verpaart. Dies ist natürlich nicht erlaubt! Gerade weil der Genpool bei Basenjis so klein ist (es gibt nur wenige Tiere), ist es sehr wichtig, auch Trägertiere einzusetzen, um die genetische Vielfalt zu erhalten. Ein Tier, das Träger eines solchen Gens ist, ist nicht "schlechter" als ein freies Tier, es ist ebenso gesund und seine Gene sind ebenso erhaltenswert!

Für die Zuchtzulassung gilt es übrigens auch, die Hüften röntgen zu lassen, um eine „HD“ (Hüftdysplasie) bzw. die Veranlagung hierzu auszuschließen. Gleiches gilt auch für die Ellenbogengelenke. Auch die Augengesundheit wird überprüft und regelmäßig kontrolliert.


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